Die Fischerei – die dunkle Seite der Schifffahrt

Fischerei, das klingt für viele nach Abenteuer, der Weite des Meeres und dem Einklang mit der Natur. Doch die Realität auf den Wellen und unter Deck von Fischerbooten sieht oft anders aus. „Fair über’s Meer“ ist nicht nur ein Aufruf, sondern ein dringend benötigter Richtungswechsel in der Fischereiindustrie. Dieser Text wirft ein Licht auf die Schattenseiten der Fischerei und skizziert Wege zu einer gerechteren und nachhaltigeren Praxis auf hoher See.

Die dunkle Seite der Fischerei

Jedes Jahr verenden unzählige Meerestiere, darunter streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Arten, in den Maschen illegaler Fischernetze. Diese Tragödien spielen sich abseits der öffentlichen Wahrnehmung in den Weiten der Ozeane ab. Der illegale Fischfang, auch IUU-Fischerei (Illegale, Unregulierte und Unangemeldete Fischerei) genannt, trägt erheblich zur Überfischung bei und gefährdet die biologische Vielfalt unserer Meere.

Neben den ökologischen Auswirkungen ist auch das menschliche Leid auf vielen Fischereifahrzeugen besorgniserregend. Die Arbeit an Bord ist geprägt von langen Arbeitszeiten, schwerer körperlicher Tätigkeit und oft auch von einem Mangel an grundlegenden sozialen und sicherheitstechnischen Standards. Viele Seeleute erfahren eine Behandlung, die weit entfernt von jeglichen akzeptablen Arbeits- und Lebensbedingungen ist. Dies verstärkt die Dringlichkeit, Fischerei als Teil der maritimen Politik zu begreifen und effektiv zu regulieren, um sicherzustellen, dass die Rechte und das Wohlergehen der Menschen an Bord geschützt werden.

Ein Weg zu Fairness und Nachhaltigkeit

Die Herausforderung ist groß, aber nicht unüberwindlich. Um „Fair über’s Meer“ zu verwirklichen, bedarf es eines gemeinsamen Engagements aller Beteiligten – von den Fischern selbst, über die Verbraucher, bis hin zu den Regierungen und internationalen Organisationen.

1. Stärkung der Regulierung und Überwachung: Ein erster Schritt ist die Verbesserung der Überwachung und Durchsetzung bestehender Gesetze gegen IUU-Fischerei. Satellitenüberwachung und andere Technologien können helfen, illegale Aktivitäten zu erkennen und zu verhindern. Zudem ist es entscheidend, dass internationale Abkommen nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern aktiv umgesetzt werden.

2. Förderung nachhaltiger Praktiken: Nachhaltige Fischereimethoden, die sowohl die Meeresumwelt als auch die Fischbestände schützen, müssen gefördert und ausgebaut werden. Dies beinhaltet auch die Unterstützung von Kleinbetrieben, die traditionelle und umweltschonende Fangmethoden einsetzen.

3. Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Es muss ein Standard für faire und sichere Arbeitsbedingungen auf allen Fischereifahrzeugen etabliert werden. Dies schließt angemessene Ruhezeiten, Sicherheitstraining und medizinische Versorgung an Bord ein. Die internationale Gemeinschaft muss zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Standards global anerkannt und eingehalten werden.

4. Bewusstsein und Verantwortung: Letztlich spielt auch das Bewusstsein jedes Einzelnen eine Rolle. Durch den bewussten Konsum von zertifiziertem, nachhaltig gefangenem Fisch können Verbraucher einen direkten Einfluss auf die Fischereiindustrie ausüben.

Fazit

„Faire über’s Meer“ ist mehr als eine Vision – es ist ein Aufruf zum Handeln. Indem wir die Schattenseiten der Fischerei erkennen und gemeinsam für Veränderungen eintreten, können wir den Weg für eine nachhaltige und gerechte Zukunft der Fischerei ebnen. Nur so können wir die Ozeane als lebensspendende Kraft für zukünftige Generationen bewahren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Menschen, die auf dem Meer arbeiten, dies unter fairen und sicheren

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